10 Jahre… Von Dingen und Menschen

Vor 10 Jahren erschien die St. Emmi Platte „Weiß: Der Himmel“.
Zum Jubiläum gibt es hier nach und nach alle Lieder des Albums!

2. Von Dingen und Menschen

„Elektrisches Klavier“ kann Verschiedenes heißen. Zum Beispiel ein Musikinstrument, dass mit 88 Tasten und Hammermechanik, aber elektronischer Klangerzeugung ein echtes Klavier zu simulieren versucht, um Platz zu sparen, es nicht stimmen zu müssen und mit Kopfhörern spielen zu können, um die Nerven der Nachbarn oder Mitbewohner zu schonen. Nicht zu verwechseln mit dem so genannten E-Piano wie z. B. einem Fender Rhodes oder Wurlitzer, bei denen der Ton zwar ursächlich mechanisch erzeugt wird, aber ähnlich wie bei einer E-Gitarre elektrisch verstärkt werden muss und dann erst richtig geil klingt.
In genau diesen Klang hatte ich mich zu der Zeit verliebt, als ich gerade dieses Lied schrieb, und daher ist er hier zu hören. Das andere, ein akustisches simulierendes elektrisches Klavier, hatte ich mir ein paar Jahre zuvor gekauft, weil ich mir vorgenommen hatte, wieder mehr Klavier zu spielen, um später festzustellen, dass so ein Ding ein ganz schöner Staubfänger ist, wenn man sich das Spielen nur vornimmt. Das führte mich zu der Textzeile „Kennst Du die Dinge, die man öfter putzt als benutzt“, die wohl Ursprung des Liedtextes war.
Ein Zitat gibt es auch im Lied, allerdings musste ich feststellen, dass sich niemand an das Original erinnert, so dass es ein ziemlich sinnloses Zitat ist! Naja.
Am Schlagzeug sitzt lässig Matthias Kreit, derzeit u. a. Schlagzeuger bei Friedberg. Im Chor zu hören ist die wunderbare Gitta.

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„Jeden Tag ein bisschen fluchen, jeden Tag zu viel
Jeden Tag ein bisschen suchen, jeden Tag zu spät
Du denkst, Du kannst es gar nicht anders machen
Du kannst gar nicht anders sein
Kennst Du die Dinge, die man öfter putzt als benutzt
Ich glaub, Du kannst es gar nicht anders machen
Du willst gar nicht anders sein
Kennst du die Dinge, die man öfter pflegt als bewegt
Jeden Tag ein bisschen sterben, jeden Tag zu viel
Jeden Tag feg ich die Scherben, jeden Tag zu spät
Ich glaub, ich muss es irgendwie anders machen
Nein, nein, nein! So will ich nicht mehr sein
Kennst du die Menschen, die man öfter kränkt als beschenkt
All das passiert vermutlich öfter als man denkt“

10 Jahre… Mollakkorde

Vor 10 Jahren erschien die St. Emmi Platte „Weiß: Der Himmel“.
Zum Jubiläum gibt es hier nach und nach alle Lieder des Albums!

1. Mollakkorde

Musikalisch und textlich betont rückwärtsgewandt und simpel knüpft es an die alten Tomte-Zeiten an, die ja auch im Text zitiert werden. Dazu passt gut, dass Martin hier Schlagzeug spielt, Schlagzeuger der legendären Gruppe Sport, mit denen wir uns bei meinem letzten Tomte-Auftritt in der Roten Flora 2001 die Bühnenbretter geteilt haben. Sein Schlagzeugbreak am Anfang des Liedes fällt mit der Tür ins Haus und qualifizierte das Lied damit endgültig dazu, die Platte zu eröffnen!

Mollakkorde ist eigentlich ein Lied über Durakkorde bzw. das Fehlen von Moll; es handelt vom Fehlen von Traurigkeit als Motor zum Liederschreiben, obwohl man genau darüber doch eigentlich froh sein sollte, oder?

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Es ist wieder mal soweit
dass es regnet oder schneit
dann wird es wohl wieder Zeit, ein Lied zu schreiben
Mollakkorde sollen bleiben.
Du fragst mich, wie es mir geht
ich sag: Danke, ganz okee
und ich denk: Man muss ja nicht gleich übertreiben
Mollakkorde sollen bleiben
Frag mich nicht nach Sonnenschein
Tränen müssen sein
Du fragst mich, wie es mir geht…
Mollakkorde sollen bleiben
Mollakkorde sollen bleiben
Mollakkorde sollen bleiben.